52. Duvauchelle/Akaroa - Spencer Beach

Die letzten zwei Tage in Neuseeland verbringen wir direkt in Christchurch auf einem Campingplatz. Vorher besuchen wir in der Stadt noch das Earthquake Museum. Christchurch liegt nämlich genau zwischen zwei tektonischen Platten (pazifische und australische). Und wenn diese Platten sich bewegen, dann wackelt Christchurch. Und das schon viele Male. 2010 und 2011 war es wohl aber so schlimm, dass … Menschen starben und auch Stadtviertel abgebaut und nicht mehr aufgebaut wurden. Diese Häuser gehören zur roten Zone. Dort wird nicht mehr gebaut, da der Untergrund aus superfeinem Sediment besteht, welches sofort einsinkt, wenn es bebt.

Auf dem Campingplatz lernen wir die beiden Bremer Mathias und Sylvia kennen und haben noch einen lustigen gemeinsamen Abend mit ihnen. Im Anschluss haben sich die beiden um 22:30 ausgesperrt, sodass die Kinder noch ein Notmanöver starten mussten und wir mithilfe UNSERES Schlüssels IHREN Kofferraum öffneten und Elo durch diesen ins Wohnmobil einstieg. 

Am nächsten Tag gaben wir das Motorhome wirklich ohne Abschiedsschmerz ab. Danach ging es zum Flughafen, um noch am selben Tag von 20 Grad auf 31 Grad zu wechseln. Auf nach Fiji!


51. Rakaia River - Duvauchelle/Akaroa

Akaroa liegt nur eine Stunde Fahrtzeit über absolut hügeliges Gelände von Christchurch entfernt. Und schon ist man mitten im Urlaubsparadies. Der Ort ist französisch geprägt und hat teilweise französische Läden und Straßenschilder. Die Kinder verbringen Zeit in der Bibliothek und dort gibt es ein Regal mit französischen Büchern. Die Stadt hat lauter Häuser im französischen Siedlerstil, selbst die neuen sehen so aus. Ich bin total eifersüchtig auf die wunderschönen Gärten-hier in Neuseeland wächst einfach alles prächtig. Rosen und Lavendel zum Umfallen. Und jede Menge schöne Sommerstauden. Wir lernen auf dem Campingplatz sehr nette Aussies (Jeff und Lucy) kennen. Wir tauschen uns über die Motorhomes aus und sie erzählen uns von Australien und ihrem Zuhause. 


50. Porters Alpine Lodge 900m - Rakaia River

Nach zwei Tagen in den Bergen verlassen wir das steinige Gelände und kommen schon wieder in grüne Gefilde im Osten der Südinsel. Auf Höhe von Christchurch stehen wir einen Tag am Rakaia River in einem wirklich fantastischen und liebevoll geführten Campingplatz. Wir versuchen uns auch mal wieder im Spinnenfischen-wieder einmal ohne Erfolg.


49. Arthurs Pass, Jacksons - Otira Stagecoach Hotel - Porters Alpine Lodge 900m

Nach Jacksons hielten wir hungrig keine 5 Minuten entfernt in Otira. Das alte Hotel sieht von außen absolut schräg aus. Überall gesammelte Autos, Kutschen, Schilder, große Figuren, echte Hühner und weitere Tiere. Wir mussten anhalten. Innen drin hat ein wirklich leidenschaftlicher Sammler sein Bestes gegeben, die guten alten 1900-1950er wiederzubeleben. Das ganze Hotel ist im Stil der Siedlerzeit, überall gibt es interessante Zeitungsausschnitte, Pressemeldungen, alte Schilder, Teppiche, drei Klaviere oder mehr?, einer der ersten Staubsauger, kleine Maschinchen, wie beispielsweise ein Massagegerät oder ein Seildreher. Wir kommen aus dem Staunen nicht raus und der Besitzer ist ein superengagierter älterer Herr, der sich auch wirklich mit allem auskennt. Er kredenzt uns ein gutes Frühstück mit leckerem Kaffe in Siedleratmosphäre, dabei testet er an den Kindern das Handmassagegerät und dreht ihnen ein Springseil. 

Irgendwann geht es doch weiter: ab zum Arthurspass. Arthurs Pass ist nach seinem Begründer benannt. Bis vor 90 Jahren war dies nur ein holpriger Steinweg, der auf alte Maori-Pfaden gebaut wurde. Wir fahren zum Informationcenter, lesen etwas über Neuseelands Bergpapagei, den Kea-sehen aber leider keinen. Wir halten für einen kurzen Snack und eine sportliche Betätigung bei Bouldersteinen in Castle Hill, die auch bei den Chroniken von Narnia als Drehort gedient haben. 

Dann geht es auf einem Feldweg zur Porters Lodge. Im Winter gibt es dort Pisten, im Sommer Bike Tracks oder Wandervergnügen. Die Lodge ist klasse, das Team ist sehr freundlich und wir stehen glücklich auf 900m in den Bergen. Ich mache mit den zwei Großen eine Wanderung Richtung Skigebiet. Wir gehen zwei Stunden bergaufwärts und haben einen tollen Blick ins Tal. 

48. Rapahoe (Westcoast) - Greymouth-Arthurs Pass, Jacksons

Nach der Westküste fahren wir noch ein Stück nach Greymouth, um uns mit Essen und Benzin einzudecken. An der Tankstelle gab es einen genialen Bäcker :)

In Jacksons erlebten wir auf einem wunderschönen Campinggelände den Betreiber-Horror. Es war völlig abstrus. Wir kamen 30 Minuten vor der offiziellen Öffnungszeit von 14:00 an und die Frau schickte uns nach einem 10 Min Vortrag um 13:40 vom Gelände und wir durften nicht einmal auf der Zufahrtsstraße parken. Wir fuhren also 5 Min. zurück, warteten 5 Minuten und fuhren langsam wieder vor. Dann waren überall Kameras auf dem Gelände und in den Aufenthaltsräumen und überall prangten Schilder, dass wenn beim Check-out überzogen wird, man für jede angefangene Stunde mit 10$ Gebühr rechnen muss. 

Die Natur dort war schön, wir wanderten zu einem Wasserfall und beobachteten Glowworms in der Nacht, aber wir waren so froh, dass wir nur einen Tag gebucht hatten und fuhren am nächsten Tag zügig ab - natürlich VOR 10 Uhr. 

47. Murchison - Rapahoe (Westcoast)

Bevor wir zu unseren Platz nach Rapahoe fahren, machen wir einen kleinen Umweg nach Cape Foulwind um Seelöwen zu sehen. Beim ersten Hinschauen haben wir sie gar nicht gesehen, so gut getarnt, wie sie zwischen den Felsen lümmelten. Einmal erkannt, fanden wir immer mehr und es war wirklich imposant. 

Danach sind wir 16 Km vor Greymouth am Strand mit wunderbarem Blick auf die Westküste. Die Kinder machen am Strand Feuer und räuchern nebenbei, bedingt durch den starken Wind, meine frische gewaschene Wäsche vollständig ein. Der Campingplatz ist total niedlich und hat ein sehr gemütliches Gemeinschaftshaus im alten Siedlerstil. Dort spiele ich sogar ein bisschen Klavier.

46. Pohara/Golden Bay - Murchison

Nach einer schönen sonnigen Zeit in der Golden Bay 
verlassen wir diese mit noch einem schnellen Einkauf von bombigen Orangen, Äpfeln, Avos und Honig aus Motuela und fahren weiter Richtung Westseite nach Murchison. Diese kleine Siedlerstadt, die wohl ehemals recht florierend, jetzt mehr Pendelstadt ist, sieht immer noch aus, wie von 1950. Wir fühlen uns superwohl, Maël und Elo bekommen einen neuen Haarschnitt und wir machen eine herrliche Wanderung den Berg hinauf, um das Tal rund um den Buller River zu überblicken (sehr zum Leidwesen von Laouenan). 

Auf dem Campingplatz lernen wir die supernette Alina aus Deutschland kennen, die 8 Wochen mit dem Auto durch Neuseeland reist.

45.  Kaiterteri-Pohara/Golden Bay

Nach zwei Tagen Kaiterteri fahren wir weiter ans Ende der Welt: zur Golden Bay. Abel Tasman nannte diese Bucht damals 1642 Mörder-Bucht, nachdem beim ersten Anlegen vier Besatzungsmitglieder von den Maori getötet wurden. Erst im 19. Jahrhundert erhielt sie ihren heutigen Namen, da man Gold gefunden hatte. 
Die Golden Bay ist nur über eine einzige Zufahrtsstraße über die Berge erreichbar und hat ein hübsches Eigenleben. Viele Siedlerhäuschen mit blumenumrankten Grundstücken, auch Urlaubshäuser der Reichen aus Picton und Christchurch, Wiesen voller Kühe und Schafe und eine Menge alternatives Leben lässt die Golden Bay zu einem kleinen und kuscheligen Teil Neuseelands zusammenschrumpfen. Wir haben dort richtiges Sauerteigbrot bekommen. Auch waren wir auf einer Lachsfarm und haben sechs Kilo Lachs geangelt, welcher im Anschluss direkt filetiert und geräuchert wird. 

44.  Rotorua/Waikite Hot Pools - Wellington/Upper Hutt (River) — Fähre nach Picton

Wir haben nach den entspannten Hot Pools eine lange Fahrt nach Wellington vor uns. Wir halten noch an den berühmten Huka Falls und fahren dann weiter. Am nächsten Tag nehmen wir die Fähre nach Picton. Wir haben bestes Wetter und das Meer ist komplett still. Wir genießen die Aussicht und nehmen ein perfektes Frühstück an Board ein. Dank der guten Preise in NZ können wir auch alle zusammen frühstücken. 
Angekommen in Picton fahren wir eine wirklich steil-kurvige Straße hoch, um an die schöne Bucht in Kaiterteri zu kommen. Dort liegt auch der Abel Tasman National Park. 
Der Campingplatz in Kaiterteri bietet uns eine fantastische Aussicht. Dort lernen wir auch den Fahrradreisenden Lennet kennen, der nur mit Bike und Zelt unterwegs ist und wir laden ihn zu einem Abendessen ein. Auch campt direkt neben uns Adrian, kurz AD aus Picton und trinkt abends mit uns ein Bier und gibt uns wertvolle Tipps über NZ.

Wir wollen uns Kayaks ausleihen und finden keine Leihfirma-der Betreiber ist krank. Aber wir treffen auf nette Lehrer einer Schulklasse, die zum Jahresabschluss auf unserem Campingplatz campiert und die leihen uns schlussendlich einfach so die Kayaks und wir düsen damit in der Bucht herum. An Schwimmen ist nicht zu denken-das Wasser ist eiskalt. Mit den zwei Großen mache ich eine kurze Wanderung durch die Bucht. 

43.  Mighty Lake Karapiro- Rotorua/Waikite Hot Pools

Während wir eine schöne Zeit am Meer verbringen, ist im unteren Teil Neuseelands Ausnahmezustand. Dort sind gerade heftige Stürme und es gibt Überschwemmungen. Wir bekommen von all dem fast nichts mit. Am Lake Karapiro hatten wir tolles Wetter und dann fuhren wir weiter zum Waikite Hot Pools. Dies liegt nahe an Rotorua, bekannt als aktive „geothermal Zone“. Überall dort dampft und raucht es aus Erdlöchern, Mud Pools, Geysire sind zu besichtigen oder eben heiße Quellen. Die Maori hatten sich die heißen Quellen schon früher zu Nutze gemacht, indem sie in nahen Badeseen oder -flüssen badeten, ihre Kleidung wuschen, Essen kochten und vieles mehr. Wir besuchen in Rotorua eine Animal Farm mit tropischen Regenwald. Anschließend fuhren wir weiter zur heißen Quelle.

In Waikite liegt Neuseelands größte heiße Quelle. Ein Teil wird dort über Treppen ausgeleitet und so erreicht man eine Badetemperatur von 44 Grad im Gegensatz zur Austrittstemperatur von 99 Grad! Die Gemeinde hat 6 Badebecken gebaut und vermarktet sie als Poollandschaft für Tagesgäste. Jeden Tag wird frisches Wasser eingelassen. Sogar ein paar Stellplätze gibt es und so verbrachten wir 2 regenreiche Tage in der heißen Quelle und merkten gar nicht, dass im Süden die Welt unterging. Wir besichtigten auch einen Mudpool und den Rainbow-Mountain mit einem unglaublich blauen See in der Mitte. Unsere Nachbarn auf dem Stellplatz sind sehr nette Kiwis (so nennen sich die Neuseeländer) Suzanne und David, die ein Boot in Kotor (Montenegro) liegen haben. Wir planen schon die zwei in Montenegro zu treffen :)

42. Ruakaka - Mighty Lake Karapiro/Hamilton

Der Lake ist eigentlich ein gestauter Fluss und wir machen zwischendurch einen netten Ausflug über den Staudamm. Wir gehen auch ins Warehouse und kaufen dort ein Fleece-T-Shirt für Michael und Crocs für Laoui, Elo und Maël. Im Warehouse sehen wir auch Schuluniform zum Kaufen. Auf dem Weg kommen wir auch an Aukland vorbei.

41. Houhora Heads/Cape Reinga (Nordspitze von NZ) - Ruakaka

Ruakaka ist ein kleiner Badeort unterhalb von Whangarei. Oberhalb von Whangarei befindet sich die Bay of Islands, wo wir mit kurzen Stopps durchfahren. Auf einmal sehen wir Gebäude im Hundertwasserstil. Mit ein Wenig Recherche finde ich heraus, dass dieser 1973 dort Flächen erwarb und seinen Traum vom autarken Bauernhof mit Renaturierung lebte.  In diversen Ausstellungen kann man dort einiges über sein Leben und Schaffen in Neuseeland erfahren.
In Ruakaka angekommen finden wie die Urlaubshäuser leerstehend und der Campingplatz ist auch sehr spartanisch gefüllt. Dennoch ist es ein riesiger wunderschöner Platz in einer Bucht mit Sandstrand. Wir stehen direkt am Meer.

40.  Aukland (New Zealand) Muriwai Beach - Houhora Heads/Cape Reinga (Nordspitze von NZ)

Es geht weiter. Nach einigermaßen überstandenen Jetlag und frisch gewaschenen Reiseklamotten geht es such schon nach oben, an die Spitze Neuseelands. Wir schrauben uns durch tropischen Urwald eine Straße, schräg wie bei Mariocart, hinauf an die östliche Nordküste. Nach Urwald kommen Wiesen, Wiesen und nochmals Wiesen. Überall sind S C H A F E. Es kommen wohl 10 Schafe auf jeden Einwohner Neuseelands. Echt der Wahnsinn. Im Norden sind die Straßen ein bisschen schlechter, die Autos ein bisschen mehr shabby und alles ist ein bisschen tropisch/karibisch angehaucht. Wir sehen viele Maori und noch mehr Ferienhäuser. Alle, die hier fest leben, sind entweder Fischer oder Bauer, so scheint es. Hier hat jeder ein Boot, fährt schnell aufs Meer, angelt sich einen dicken Snapper und kocht sich ein leckeres Essen. Wir essen an einem Stand superleckere „Realfruit Icecream“, kaufen Ladyfinger Bananen und fahren weiter zum nördlichen Ende Neuseelands. Cape Reinga hat für die Māori eine tiefe spirituelle Bedeutung und wird als der Ort angesehen, von dem die Geister der Verstorbenen auf ihre letzte Reise gehen. Wir gehen zum Lighthouse und wandern noch 2 km zum Strand hinunter und wieder herauf. 

39. Perth WA - Aukland (New Zealand) Muriwai Beach

Nach einem sechsstündigen Flug und weiteren sechs Stunden Zeitverschiebung sind wir nun 11 Stunden vor der deutschen Zeit. Wir kommen in Auckland sehr früh am Morgen an und die Kinder hatten in der Nacht 5 Stunden Schlaf-die Stimmung ist dementsprechend. In der Vermietagentur für unser Auto warten wir mal wieder fast 4 Stunden und schauen erneut irgendwelchen Travel&Workern beim extrem langsamen Arbeiten zu. Gegen 16:00 kommen wir dann endlich los, kaufen noch in einem Metro-ähnlichem Supermarkt namens Pack‘n Save ein und fahren an einen wunderschönen Campingplatz am Muriwai Beach. Das ist die Westküste der Nordinsel. Der Sand dort ist schwarz und die Wellen und Strömung sehr stark. Wir erholen uns zu bestem Sonnenschein erstmal drei Tage von der Zeitumstellung und ich mache mit Mael und Elouan wegen der tollen Wellen einen Wellenreitkurs. Unser Guide ist ein Schwede aus Malmö-Jakob.