38. Lancelin - Perth, Karrinyup
Unsere letzten Tage brechen an. Schweren Herzens kommen wir in Perth an. Der Campingplatz ist spitze, wir haben beheizte Becken und mehrere Trampoline, sodass die Kinder viel zu tun haben.
Auf eins freuen wir uns ganz besonders: wir haben ein Abendessen mit der netten Familie, die wir in Exmouth kennengelernt haben. Ich bereite einen Nudelsalat nach deutscher Tradition vor. Unser Abend mit Lauren, Rhiana, Bianca, Eliza und Shaun ist herrlich. Die Kinder verstehen sich super und wir Erwachsenen erzählen uns die jeweiligen Geschichten aus der Heimat. Die Familie ist nämlich auch ursprünglich aus Sydney und lebt seit 4 Jahren in Perth.
Am letzten Tag auf dem Campingplatz bekomme ich einen Anruf von der Wohnmobilverleihfirma. Wo ich denn sei? Ich habe erst nicht ganz verstanden, doch dann stellte sich heraus, dass wir die Karre schon einen Tag vorher hätten abgeben müssen und wir das komplett nicht gemerkt hatten. Nun begann die Rennerei und wir beeilten uns, das Wohnmobil abzugeben. Bei der Abgabe tätschelte die Frau mir die Schulter und sagte: „All good.“ - Das wars. Thank you Australia :)
37. Coronation Beach, Coro Park - Lancelin
Nach unseren zwei Tagen mit Wohnwagendusche freuen wir uns wieder auf Campingplatzduschen. Wir kommen nach Lancelin, dort gibt es riesige Sanddünen, einen herrlichen Strand und ein beheiztes Poolbecken, was die Kinder ausgiebig ausnutzen. In den Sanddünen gehen wir für 14$/Board Sandboarden. Nach einer Stunde ist es wirklich genug-die Augen flimmern uns für den Rest des Tages wegen des hellen Sandes und der Sonne. Die Vermieterin der Sandboards „Jacky“ ist aus Kassel und hält mit mir ein kurzes Schwäzchen. Oben auf der Sanddüne sind auf einmal 20 Menschen aus Samoa mit einer riesigen Musikbox und wir boarden mit Reggae-Musik die Düne herunter.
36. Kalbarri - Coronation Beach, Coro Park
Ein kurze Fahrt später schauen wir uns Port Gregory mit seiner pinken Lagune an. Das Wasser hat einen enormen Salzgehalt und darin wächst eine Alge, die Beta Carotin produziert und das Wasser entsprechend rosa färbt.
Anschließend fahren wir zu unserem Autark-Stay am Coronation Beach. Dieser Strand ist sehr beliebt bei Kitern, Surfern, Wingfoil und was es sonst noch alles gibt. Der Strand ist 20 Km von Geraldton entfernt und dementsprechend gut frequentiert.
35. Carnavon, Denham, Monkey Mia, Shark Bay - Kalbarri
Nach Shark Bay beginnt im Western Australia die Zivilisation :)
Wir fahren aus einer relativ trockenen Zone in eine viel grünere Landschaft mit kleinen Orten, die in 50 km Abschnitten folgen. Endlich müssen wir nicht an jeder Tankstelle, die kommt, tanken (vorher alle 200-300km).
Wir fahren nach Kalbarri und verbringen schöne Tage im National Park und angelnd am Strand.
34. Coral Bay- Carnavon, Denham, Monkey Mia, Shark Bay
Nun standen wieder 6 Stunden Fahrt an. Wir hielten zwischendurch in Carnavon und wären gerne dort geblieben. Riese Obst- und Gemüseplantagen säumen die Schnellstraße und man kann direkt beim Bauern in eine kleine aufgestellte Kasse zahlen. Wir hatten nur noch 10$ Cash und konnten nur dafür einzahlen. Eine nette Frau, die auch gerade einkaufte, schenkte mir 8$, damit ich noch mehr kaufen konnte. Australier sind echt sehr nett!!
Nach dem Einkauf ging es nach Shark Bay. Ein weiterer National Park und Worm Heritage Area mit langer Geschichte, da die Australienentdecker im 19 Jahrhundert dort anlandeten. Wir schauten uns Denham ein, ein sehr hübscher Küstenort. Von dort aus 20 Km zur anderen Küstenseite fuhren wir nach Monkey Mia- ein Dolphin Experience Center mit angeschlossenem Resort. Wir konnten am Strand die Delphine und Pelikane beobachten, am Campingplatz klauten Emus unser Essen. Bei Abfahrt besichtigten wir nich Eagle Bluff und anschließend Shell Beach - ein Strand, der ausschließlich aus Muscheln und sedimentierten Muscheln besteht.
33. Yardie Creek Homestead, Exmouth - Coral Bay
Nach einer kurzen Fahrt und Einkauf im für Australien teuren Exmouth fahren wir an das nächste Ende der Welt: Coral Bay. Dort findet man an einer Landzunge, ausschließlich für touristische Zwecke errichtet, Coral Bay. Dort gibt es zwei Campingplätze, Backpacker, Lodges und jede Menge Entertainment wie Strandquad und -buggy fahren, Schnorcheltouren, Scenic-Flights uvm..
Wir sind „leider“ in den Frühlingsferien von ganz Western Australien dort und wir bekommen das volle Coral Bay zu sehen. Was für die Australier jedoch voll und buzy bedeutet, ist für uns eher mittelmäßig besucht. Also alles „easy“.
Wir sind viel am Strand, schnorcheln, besichtigen die am Strand gelegene Baby-Hai-Aufzuchtslagune und Michael bucht eine Tour mit Aourel mit dem Strandbuggy und ist glücklich. Überall in Coral Bay sieht man Blaupunktrochen. Alles Stingrays. Mir macht das beim Schwimmen und Schnorcheln immer ein bisschen Angst.
Wir lernen sehr nette junge Deutsche kennen, Angelina und Benjamin, die seit 2 1/2 Jahren reisen. Vielleicht sehen wir uns einmal irgendwo wieder.
32. 40 Mile Beach - Yardie Creek Homestead, Exmouth
Nach zwei Tagen ohne richtige Dusche und Hitze fahren wir weiter nach Exmouth. Wir fahren um 6:00 los, da ist es schon gleisend hell und noch nicht so heiß. Außerdem wollen wir recht zeitig in Yardie sein. Exmouth ist eine rein touristische Stadt, am Rande des Jurabi National Parks. Zusammen liegen sie auf einer Landzunge, die größtenteils vom Meer umschlossen wird. Im National Park findet sich die Ningaloo Küste mit eines der längsten Saumriffe der Welt, welches sehr leicht in Küstennähe zu erreichen ist.
Und diese schnelle Erreichbarkeit spiegelt sich in mehreren Schnorchelzugängen, Aussichtspunkten und Wasserschildkröten-Beobachtungs-Punkten auf 50Km Länge wider.
Wir stehen auf einem Campingplatz 10 Km vor dem Nationalpark und fahren jeden Tag unterschiedliche Schnorchelplätze an.
Die Kinder angeln und ziehen promt einen 2 KG Fisch heraus. Wir einigen uns, ihn wieder frei zu lassen. So einen großen Fisch wollte ich nicht töten.
Die Unterwasserwelt ist fantastisch, so viele bunte Fische habe ich zuletzt vor 30 Jahren im Roten Meer gesehen. Ich habe einen großen Rochen (Bild mit dem Kreis)
gesehen, einen kleineren Gitarrenrochen, springende Walhaie und riesige Wasserschildkröten. Die Ningaloo Küste ist wirklich sehr beeindruckend.
Auf dem Campingplatz lernen wir die wunderbare Laureen und ihr Familie kennen und wir werden herzlich zum Barbecue eingeladen, was wir dann gleich zusammen machen. Wir planen ein Wiedersehen in Perth. Ich freue mich drauf :)
Neben uns steht eine Familie mit vier Kindern von Geremy und seiner Frau Shiree, die seit 14 Monaten reisen. Er ist total hilfsbereit und schenkt uns Abspannleinen und Karabiner, damit wir die Markise endlich auch bei Wind draußen lassen können. Wir wünschen der Familie alles Gute für ihre weitere Reise!! Auf unserer weiteren Reise treffen wir die Ryans immer wieder auf der Straße und auf Plätzen, da sie die gleiche Route haben und ähnliche Spots anfahren. Australien ist klein :)
31. 80 Miles Beach - 40 Mile Beach
Und weiter geht die Reise. Kaum am 80 Miles Beach angekommen, müssen wir auch schon weiter. Die Zeit drängt, wir haben einen Plan! Nach sechs Stunden Fahrt kommen wir um 17:00 sehr verschwitzt am 40 Mile Beach an. Dort ist es auch noch recht heiß, aber da es ein Stellplatz ohne Strom und Wasser und eigentlich auch ohne Campingplatz ist, schwitzen wir weiter. In Australien kann man überall auch ohne Campingplatz stehen. Das sind dann immer ausgeschriebene Stellplätze in National Parks oder zugehörige Stellplätze zu Gemeinden. Mittels Homepage bucht man für einen kleinen Preis. Im Litchfield Nationalpark gab es sogar Duschen und Hotplates. Hier am 40 Mile Beach gibt es nur eine Dumping Station und ein Plumpsklo.
Die Australier LIEBEN das freie Stehen und haben dafür natürlich auch die perfekte Ausrüstung. Wir stehen also komplett autark. Haben Solar auf dem Dach, aber leider nur 100 Liter Wasser. Das reicht gerade so für diese zwei Tage.
Wir angeln, sammeln Muscheln und Angelköder, gehen kurz schwimmen, weil nicht klar ist, ob es geht oder nicht und machen abends Feuer und grillen uns herrliches Steak.
30. Broome - 80 Miles Beach
Was ein fantastischer Strand und welch geniale Farbe von hell-, türkis-, weiß- und dunkelblau hat dieses Meer! Uns hat es die Sprache verschlagen. 10 km unsealed Road vom Highway abbiegen und dann steht man auf einmal am Meer. Der Campingplatz ist windgeschützt und ruhig. Leider darf man aufgrund der Haie, Stechrochen, Jelly Fishes und Krokos auf keinen Fall ins Wasser!!!💦 Aber Angeln ist möglich. Und das machen dort auch fast alle. Einige fahren sogar mit ihren Allradjeeps direkt auf den Strand. Im Spätjahr nisten hier jedoch die Wasserschildkröten.
29. Lake Argyle (Nähe Kununurra) - Bungle Bungle 1 Night Stay und Broome 3 Tage
Wir starten von Lake Argyle nach Kununurra und kaufen auf vielfachem Kinderwunsch eine gute Angel, damit sie auch im Meer gut angeln können. Dann decken wir uns noch mit Reiseproviant ein und starten knapp 400 Km an den Rand vom Purnunulu National Park. Wir stehen hier nur für eine Nacht und fahren am Morgen um 6:00 los. 900 Km liegen vor uns- nach Broome. Wir sind bereits um 15:00 dort und die Fahrt ging wirklich gut. In Halls Creek und Fitzroy Crossing hielten wir auf Empfehlung nur zum Tanken. Broome ist 30 Km vom Highway weg eine Landspitze mit herrlichen Stränden und komplett städtischer Infrastruktur. Wir besichtigen den Towns Beach und den phantastischen Cable Beach.
28. Katherine Hot Springs - Western Australia - Lake Argyle (Nähe Kununurra)
Von Katherine aus starten wir Richtung Outback zum Lake Argyle. Das schmorende oder angebrannte oder verbrannte Unterholz am Straßenrand wird für uns inzwischen zur Normalität. In Australien brennt der Busch, teilweise mit Absicht, teilweise natürlichen Ursprungs. Die Bäume überleben diese niedrigen Feuer - sie stehen danach grüner in grau-schwarzen Wiesen.
Lake Argyle wurde 1972 aufgestaut und ist Australiens mit zweitgrößtes Süßwasserreservoir. Voller Fische,🐟, Wasserschildkröten und kleinen Süßwasserkrokodilen.
Wir stehen direkt am See, leicht erhöht auf einer Gesteinsplattform. Der Campingplatz ist sehr gepflegt und hat einen Pool mit toller Aussicht auf den See.
Die Kinder sind zwei Abende Angeln gegangen und fingen Catfish sowie Archer Fish. Wir haben sie alle gegessen.
27. Litchfield National Park Florence Falls & Wangi Falls - Katherine Hot Springs
Nach dem sehr schönen Safaricamp mit dem herrlichen Pool unter Bäumen mit krächzenden Kakadus fahren wir weiter nach Katherine. Dort gibt es heiße Quellen (Hot Springs). Die Fahrt ist recht kurzweilig, nach knapp vier Stunden sind wir da. Der Campingplatz liegt direkt an den Hot Springs-wir können zu Fuß hinlaufen.
Vorher gehen wir noch schnell einkaufen und werden zum ersten Mal mit der Armut der Aboriginal People konfrontiert. Viele sitzen vor dem Supermarkt und betteln. Oder sie lungern auch einfach so herum. Wir sehen so gut wie keine Aboriginal auf dem Campingplatz oder irgendwo arbeiten. Es gibt sie häufig ohne Schuhe und sie sitzen in Gruppen herum. Auf die Frage an andere Australier, was da los ist, bekommen wir gesagt, dass sie es beschämend finden.
Aboriginals haben scheinbar oft ein Alkoholproblem.
In Australien gibt es auch wieder Liquor Shops (Schweden lässt grüßen) und diese reglementieren auch die Alkoholabgabe. Man darf auch nicht mit Alkohol im Freien in der Stadt herum laufen.
Ob wegen der Aboriginals oder wegen allen der Alkohol reglementiert ist, habe ich nicht herausgefunden.
Zurück zu den Hot Springs: nach dem Einkaufen tauchen wir in das herrlich warme (ca. 30 Grad) Wasser ein. Aus einer Höhle kommt dieses warme Süßwasser und zieht seine Rinne mit immer superfrischen Wasser zum Katherine River. Wir schwimmen mit der Rinne ein ganzes Stück bergab. Die Kinder tauchen den lieben Tag mit Schnorchel. 🤿 Ich bin total begeistert und gehe jeden Tag mehrmals dort baden. Man muss einfach nicht aus dem Wasser ;)
Da es im NT (Northern Territory) um diese Zeit schon so heiß ist, stehen alle gegen 5:00 auf und erledigen ihr Tagwerk bis 9:00 morgens. Der Rest kommt dann abends. Wir gewöhnen uns auch langsam daran und sind bereits um 6:00 wach, gehen allerdings auch um 8:00 ins Bett. Die Nächte sind in Katherine furchtbar heiß und feucht. Die Vögel geben auch ab 5:00 Gas und ich komme mir wie im Dschungel vor. Noch nie in meinem Leben habe ich derartige Vogellaute gehört. Die Pflanzen um uns herum (wahrscheinlich viel Eukalyptus) duften wahnsinnig und morgens und abends liegt ein ganz besonderer Geruch in der Luft,
26. Darwin Coolalinga Campground - Litchfield National Park Florence Falls & Wangi Falls
Noch auf dem Campingplatz plane ich erstmal unseren Trip. Vor lauter Reisevorbereitungen habe ich mich nicht wirklich mit den einzelnen Etappen auseinandergesetzt. Erstmal musste ich feststellen, dass australisches Campen nicht dem Europäischen entspricht:
1. die meisten haben Trailer oder 4wd (4 wheelsdrive) Jeeps mit einer Zuglast von 3,5 t
2. die entsprechenden Hänger sind auf 50 cm Höhe aufgebockt und grundsätzlich geländetauglich mit dicken Reifen und 2-Achserp
3. Gewicht spielt keine Rolle, weil die Autos mind. 6 Zylinder haben und superschwere Anhänger ziehen können, was die allerdings verbrauchen ist auch egal - 1 L Diesel kostet 1 €
4. ergo sind die Anhänger mit allem ausgestattet: Mikrowellen, Tiefkühltruhen, Waschmaschine, Außendusche, Klimanalage, Solarpanels, Brennholzkisten, Eisenschalen zum Feuermachen, mehrere Gasflaschen und Benzinkanister - also können fast alle ohne Strom mehrere Tage stehen
5. Abwasser wird mittels Schlauch auf den Boden abgelassen
6. man campt häufig ohne „Power“, weil man es kann (Solarpanels, Generatoren…) und auf den Plätzen findet man fast immer die Hälfte der Plätze für „ohne Strom“
7. nicht ein Wohnwagen hier in Australien sieht wie ein europäischer aus, und sie sind fast alle grau oder schwarz
8. Was ich toll finde: hier campt keiner mit dickem Vorzelt und aufgebautem Wohn-Ess-Bereich. Hier ziehen die Menschen tatsächlich nach 1-3 Tagen weiter!
Angestichelt von diesem freien Camperleben, habe ich mich entschieden, erstmal den Litchfield National Park zu buchen. Dort steht man ohne Strom, hat aber Toiletten und sogar Duschen. Das Geniale ist: wir stehen direkt an Wasserfällen, in denen wir den ganzen Tag in herrlich warmen Wasser schwimmen. Es ist dort zwar heiß, aber nachts wird es gottseidank kühl. Wir sehen Kakadus und Kängurus- eines zerwühlt unseren Müll - und einen Guana (Waran). Von den Bäumen hängen die Flughunde.
Leider hat unser Camper natürlich nicht die passende Autark-Ausrüstung wie die meisten Australier es haben und so geht der Kühlschrank nach einem Tag aus :(
Wir lassen deshalb unser Auto laufen und laden auf diese Weise in 2 Std. die Batterie, um endlich den Kühlschrank wieder laufen zu lassen.
In der Südspitze des Nationalparks gibt es einen Platz mit Strom. Das Litchfield Safari Camp. Dies war ein Tipp von Deb and Dan, die ich auf dem Coolalinga Platz getroffen habe. Dort stehen wir 2 Tage am Rande des Nationalparks und zwar mit Strom. Natürlich lassen auch wir immer wieder die Klimaanlage laufen.
26. Sydney - Darwin Coolalinga Campground -Northern Territory
Nach der ersten Nacht im Stamford Plaza rennen wir morgens mit dem gesamten Gepäck 700m zum Flughafen, damit wir um 7:00 rechtzeitig am Check-In sind. Michael muss alle Nagelscheren in den Mülleimer schmeißen und Aourel sein Austernmesser aus Frankreich.
Wir fliegen mit Qantas völlig ohne Bildschirme aber online an Board über eine wahnsinnig schöne Landschaft einmal quer durch Australien.
Wir starten mit 18 Grad in Sydney und kommen bei 30 Grad im Northern Territory an. Hier herrscht schon wirklich Dschungel-Gefühl. Heiß, feucht und die schöne Küste Darwins mit weißem Sand und türkisfarbenen Wasser ist voller Salzwasser-Krokodile. Also lieber nicht baden gehen. Aber dafür schwitzen im Akkord. Alles klebt an mir und in der gleisenden Sonne spielt der Kreislauf schnell verrückt.
In der Campervermietung schauen wir drei geschlagene Stunden zu, wie gestrandete Backpacker versuchen, ein bisschen zu arbeiten. Dies klappt nicht wirklich gut-nach drei Stunden haben wir einen dreckigen, versifften Camper mit wenig Infos, was wo wie und warum (so) ist.
Wir fahren trotzdem los, weil die Kinder vor Hunger sterben und wir eine Pause von Menschen brauchen. Leider kommen wir nach einem kurzen Einkaufstrip erst um 17:30 an einem Campingplatz an. Dies wäre in Europa kein Problem-hier in Darwin ist finstere Nacht und der Campground mit Schranke verschlossen. Auch Anrufen hilft nichts. Gottseidank finde ich nach einem weiteren Telefonat gleich einen Platz in der Nähe, der mir netterweise den Pin-Code für die Schranke mittels Sms schickt. Wir bleiben erstmal 2 Tage, um uns von dem ganzen Reise-Stress zu erholen. Auch der Jetlag muss noch überwunden werden.
Der Coolalinga Campground hat einen wunderschönen Pool und das hilft in der Hitze enorm. Komischerweise sind kaum Campinggäste am Pool-sie scheinen alle in ihren Hängern zu sitzen und die Air Condition „on“ zu haben.
25. Frankfurt - Dubai - Sydney
Es geht los!
Am Frankfurter Flughafen endete unsere Reise fast, weil die nette Grenzbeamtin wissen wollte, warum die Kinder nicht in der Schule sind und wo die Bescheinigungen sind. Auf meine Antwort, dass ich keine habe, wurde sie ein wenig ungehalten und belehrte mich, dass in Deutschland Schulpflicht ist. Daraufhin erzählte ich ihr etwas von meinem Blog, indem sie sehen könne, dass wir schon länger unterwegs sind und stelle fest, dass wenn sie jetzt das Ganze noch ernster nehmen wird, an einem Samstag nicht mal in der Schule anrufen kann. Gott sei Dank hatte sie wohl wenig Lust die Situation in die Länge zu ziehen und ließ uns mahnenden Blickes durch.
Unsere erste Etappe führt uns nach sechs Stunden Flug von Frankfurt nach Dubai.
Dubai bei Nacht leuchtet genauso wie die flimmernden Bildschirme in unserem Flugzeug-Emirates sei Dank.
Entertainment non stop - für mich viel zu grell. Wie die Kinder das fanden? Dazu sage ich nichts…
Nach einem Sicherheits-Check-Out und einem weiteren Sicherheits-Check-In stehen wir vor dem Boarding Schalter nach Sydney. Die Dame gibt sich wahnsinnig Mühe die Namen der Kinder zu lesen - nach Maël gibt sie jedoch auf.
13 weitere Stunden in einem grell flippigen Leuchtflieger landen wir endlich in Sydney und residieren königlich im Stamford Plaza Flughafen Hotel.